Third-Party-Cookies sind Cookies, die nicht von der Website gesetzt werden, die du gerade besuchst, sondern von einer fremden Domain, etwa einem Werbenetzwerk. Sie waren lange die Grundlage für seitenübergreifendes Tracking und Retargeting.
Wie funktionieren Third-Party-Cookies?
Bindet eine Website ein Skript oder Bild einer anderen Domain ein, darf diese Domain beim Laden ein eigenes Cookie im Browser setzen. Besucht derselbe Nutzer später eine andere Website mit demselben Skript, liest die Drittanbieter-Domain ihr Cookie wieder aus. So entsteht ein Profil über viele Websites hinweg.
Ein First-Party-Cookie gehört dagegen zur besuchten Domain selbst und funktioniert nur dort.
Was bedeuten Third-Party-Cookies für Werbetreibende?
Third-Party-Cookies sind auf dem Rückzug:
- Safari blockiert sie über Intelligent Tracking Prevention standardmäßig vollständig, seit 2020.
- Firefox blockiert bekannte Tracker-Cookies mit seinem Enhanced Tracking Protection.
- Chrome hat die geplante Abschaffung mehrfach verschoben und setzt inzwischen stärker auf Nutzerentscheidungen. Verlassen solltest du dich darauf nicht.
- Ein Ad-Blocker verhindert oft schon das Laden der Skripte.
Hinzu kommt die DSGVO: Third-Party-Cookies für Werbezwecke brauchen in der EU eine Einwilligung über einen Cookie-Banner.
Für dein Conversion-Tracking heißt das: Je mehr du auf Drittanbieter-Cookies setzt, desto größer dein Signalverlust. Robuster sind First-Party-Daten, Klick-IDs aus der URL und Server-Side Tracking, bei dem Events direkt von Server zu Server übertragen werden.
Beispiel
Ein Nutzer klickt in Safari auf eine Anzeige, liest deinen Blog, kommt drei Tage später direkt zurück und kauft. Ein Werbe-Cookie der Plattform-Domain wird in Safari gar nicht erst gesetzt. Die Conversion lässt sich nur zuordnen, wenn die Klick-ID beim ersten Besuch als First-Party-Information gespeichert und später mitgeschickt wird.
Third-Party-Cookies mit LeadSignal
LeadSignal setzt nicht auf Third-Party-Cookies. Das Script erfasst Klick-IDs wie gclid, fbclid und ttclid sowie UTM-Parameter beim ersten Besuch und arbeitet nach Einwilligung mit einer First-Party-Identität. Für Meta, LinkedIn und TikTok können Events zusätzlich serverseitig über die jeweilige Conversions API übertragen werden. Warum das wichtig ist, liest du im Artikel Server-Side Tracking: Warum deine Ad-Kampagnen im Blindflug sind.