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Privacy Sandbox

Googles eingestellte Initiative zum Ersatz von Third-Party-Cookies

Kurz erklärt

Die Privacy Sandbox war Googles Plan, Third-Party-Cookies in Chrome zu ersetzen. Im Oktober 2025 hat Google die meisten Technologien eingestellt.

Auch bekannt als: Google Privacy Sandbox, Topics API

Die Privacy Sandbox war eine Initiative von Google, um Third-Party-Cookies in Chrome durch datenschutzfreundlichere Schnittstellen zu ersetzen. Seit 2019 hat Google dafür APIs wie Topics, Protected Audience und die Attribution Reporting API entwickelt. Im Oktober 2025 hat Google den Großteil davon eingestellt.

Was ist passiert?

Ursprünglich wollte Google Third-Party-Cookies in Chrome komplett abschalten. Der Termin wurde mehrfach verschoben. 2024 kündigte Google an, stattdessen auf eine Nutzerwahl zu setzen. Am 17. Oktober 2025 folgte der nächste Schritt: Google hat die meisten Privacy-Sandbox-Technologien wegen geringer Nutzung eingestellt, darunter Topics, Protected Audience, die Attribution Reporting API, IP Protection, Related Website Sets und Shared Storage.

In Googles Worten bleibt Chrome beim bisherigen Ansatz, Nutzern die Wahl über Third-Party-Cookies zu lassen. Erhalten bleiben laut Google unter anderem:

  • CHIPS: partitionierte Cookies für eingebettete Inhalte
  • FedCM: eine Schnittstelle für föderierte Anmeldungen
  • Private State Tokens: ein Mechanismus gegen Betrug ohne Tracking über Websites hinweg

Parallel arbeitet Google in einer W3C-Gruppe an einem gemeinsamen Standard für datenschutzfreundliche Attribution.

Quelle: Google Privacy Sandbox Blog

Was bedeutet das für Werbetreibende?

Das viel diskutierte "Cookie-Aus" in Chrome kommt nicht. Wer Kampagnen-Strategien darauf ausgerichtet hat, kann aufatmen, sollte aber nicht zu viel erwarten. Die größten Ursachen für fehlende Conversion-Daten liegen woanders:

Manche Artikel aus 2026 kündigen IP Protection für Chrome noch als kommend an. Das ist nach Googles Ankündigung veraltet.

Worauf du dich stattdessen konzentrieren solltest

Third-Party-Cookies spielen für Conversion-Tracking ohnehin eine immer kleinere Rolle. Entscheidend sind First-Party-Daten, eine saubere Einwilligung und die serverseitige Übermittlung von Conversions an die Werbeplattformen.

Häufige Fragen

Schafft Chrome Third-Party-Cookies ab?+

Nein. Google hat im Oktober 2025 bestätigt, dass Chrome beim bisherigen Ansatz bleibt und Nutzern die Wahl über Third-Party-Cookies lässt. Ein generelles Aus für Third-Party-Cookies in Chrome ist damit vom Tisch.

Welche Teile der Privacy Sandbox gibt es noch?+

Laut Google bleiben unter anderem CHIPS (partitionierte Cookies), FedCM (föderierte Anmeldung) und Private State Tokens erhalten. Topics, Protected Audience, die Attribution Reporting API und IP Protection wurden eingestellt.

Wird Tracking dadurch wieder einfacher?+

Nur bedingt. Signalverlust entsteht heute vor allem durch fehlende Einwilligungen, Safari, Ad-Blocker und kurze Cookie-Laufzeiten. Daran ändert das Ende der Privacy Sandbox nichts.

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