Ein Ad-Blocker ist eine Browser-Erweiterung, ein Browser-Feature oder eine Netzwerk-Lösung, die Werbung und Tracking-Skripte blockiert. Für Werbetreibende bedeutet das: Conversions von diesen Nutzern erreichen die Werbeplattform oft nicht.
Wie funktioniert ein Ad-Blocker?
Ad-Blocker arbeiten mit Filterlisten, die bekannte Werbe- und Tracking-Domains enthalten, etwa connect.facebook.net für das Meta Pixel oder Domains von Google Ads. Fordert eine Seite ein Skript von einer dieser Domains an, wird die Anfrage verworfen.
Verbreitete Varianten:
- Browser-Erweiterungen wie uBlock Origin oder Adblock Plus
- Browser mit eingebautem Schutz wie Brave oder Firefox mit Enhanced Tracking Protection
- Netzwerk-Blocker wie Pi-hole oder DNS-Dienste, die Anfragen schon vor dem Gerät stoppen
Was bedeuten Ad-Blocker für Werbetreibende?
Jeder Tracking-Pixel ist Client-Side Tracking: Er läuft im Browser und ist damit angreifbar. Kauft ein Nutzer mit Ad-Blocker, sieht die Plattform das Event nicht. Die Folgen:
- Weniger gemeldete Conversions, als tatsächlich passieren
- Verzerrte Optimierung, weil der Algorithmus nur Nutzer ohne Blocker sieht
- Ein höherer ausgewiesener CPA als in der Realität
Wie groß dieser Signalverlust ist, hängt stark von deiner Zielgruppe ab. B2B- und Tech-Zielgruppen auf Desktop blockieren tendenziell mehr als mobile Nutzer.
Die wirksamste Gegenmaßnahme ist Server-Side Tracking: Das Event wird zusätzlich vom Server an die Conversions API der Plattform gesendet. Diese Server-zu-Server-Übertragung läuft nicht durch den Browser des Nutzers.
Beispiel
Ein Besucher mit uBlock Origin füllt dein Kontaktformular aus und hat im Cookie-Banner zugestimmt. Der Meta Pixel wird trotzdem blockiert. Mit einer parallelen Übertragung über die Meta Conversions API kommt das Lead-Event dennoch bei Meta an, und per Event-Deduplizierung wird es nicht doppelt gezählt, falls der Pixel doch feuert.
Ad-Blocker mit LeadSignal
LeadSignal sendet Events für Meta, LinkedIn und TikTok parallel zum Browser-Pixel serverseitig über die jeweilige Server-API, dedupliziert über eine Event-ID. So kommen auch Conversions von Nutzern mit Ad-Blocker an, sofern eine Einwilligung vorliegt. Für Google Ads arbeitet LeadSignal derzeit browserseitig. Wie du Meta richtig anbindest, liest du im Artikel zur Meta Conversions API Einrichtung.