Link Tracking Protection ist eine Datenschutzfunktion von Apple in Safari. Sie entfernt bekannte Tracking-Parameter aus Links, bevor die Zielseite geladen wird. Betroffen sind vor allem Click-IDs von Werbeplattformen, zum Beispiel gclid (Google), fbclid (Meta) und msclkid (Microsoft).
Wann greift Link Tracking Protection?
Apple hat die Funktion mit Safari 17 und iOS 17 eingeführt. Seitdem gilt sie standardmäßig in drei Situationen:
- im privaten Surfmodus von Safari
- bei Links, die in der Mail-App geöffnet werden
- bei Links aus der Nachrichten-App
Mit Safari 26 hat Apple den erweiterten Schutz gegen Fingerprinting für alle Sitzungen aktiviert. Link Tracking Protection selbst ist im normalen Surfmodus aber weiterhin nicht standardmäßig an. Mehrere Tests nach dem Release zeigen, dass Click-IDs im normalen Modus wie gewohnt ankommen. Viele Schlagzeilen, Safari 26 würde die gclid generell löschen, sind deshalb so nicht richtig.
Für Safari 27 berichten Anbieter aus Analysen des WebKit-Codes, dass die Liste der entfernten Parameter länger wird, etwa um twclid (X). Apple hat das nicht offiziell bestätigt. Behandle solche Angaben als vorläufig.
Warum ist das für Werbetreibende relevant?
Click-IDs verbinden einen Anzeigenklick mit einer späteren Conversion. Fehlt die gclid oder fbclid, kann die Plattform die Conversion schlechter oder gar nicht der richtigen Anzeige zuordnen. Das ist eine Form von Signalverlust, der sich besonders bei iPhone-lastigen Zielgruppen und bei E-Mail-Kampagnen bemerkbar macht.
Wichtig: Link Tracking Protection ist ein bewusster Schutz für Nutzer. Ziel sollte nicht sein, ihn auszutricksen, sondern das Tracking robuster aufzustellen.
Was hilft gegen den Signalverlust?
- Saubere UTM-Parameter: Sie werden nach aktuellem Stand nicht entfernt und zeigen dir zumindest Quelle und Kampagne.
- Click-IDs früh speichern: Wenn die Click-ID ankommt, sollte sie beim ersten Seitenaufruf als First-Party-Daten gespeichert werden, damit sie auch bei einer späteren Conversion noch verfügbar ist.
- Gehashte Kontaktdaten senden: Über Enhanced Conversions oder die Conversions API können Plattformen Conversions auch über eine gehashte E-Mail-Adresse zuordnen, wenn keine Click-ID vorliegt. Voraussetzung ist eine gültige Einwilligung.