Das Google Tag Gateway (offiziell "Google tag gateway for advertisers") ist eine Funktion von Google, mit der Google-Tags über die eigene Domain ausgeliefert werden. Statt Skripte und Messanfragen direkt von googletagmanager.com oder google-analytics.com zu laden, laufen sie über einen Pfad auf deiner Website. Google hat die Funktion zunächst als "First-Party-Modus" vorgestellt.
Wie funktioniert das Google Tag Gateway?
Zwischen Browser und Google sitzt eine Weiterleitung auf deiner Domain, meist auf deinem CDN oder Load Balancer. Der Browser spricht nur noch mit deiner Domain, die Anfragen werden im Hintergrund an Google weitergereicht. Laut den Release Notes des Google Tag Manager hat Google die Integrationen 2026 schrittweise ausgebaut:
- Januar 2026: Integration mit Google Cloud als Beta, kurz darauf Akamai
- Mai 2026: Akamai und Fastly mit automatischen Routing-Regeln
- Juni 2026: Google Cloud allgemein verfügbar, Einrichtung für Amazon CloudFront über Tag Assistant
Für Cloudflare gab es bereits vorher eine direkte Einrichtung.
Was bringt das Tag Gateway?
Anfragen an die eigene Domain werden von Ad-Blockern und Browser-Schutzfunktionen seltener blockiert als Anfragen an bekannte Google-Domains. Außerdem können Cookies als First-Party-Cookies gesetzt werden. Dadurch kommen in vielen Setups mehr Messdaten an. Wie groß der Effekt ist, hängt stark von Zielgruppe und Browser-Mix ab.
Was das Tag Gateway nicht ist
- Kein Ersatz für eine Einwilligung: Rechtlich bleibt alles gleich. Werbe-Tags dürfen in der EU erst nach Einwilligung Daten für Werbezwecke verarbeiten.
- Kein vollwertiges Server-Side Tracking: Die Daten werden nur weitergeleitet. Du kannst sie nicht wie bei Server-Side GTM anreichern, filtern oder an andere Plattformen verteilen.
- Nur für Google: Meta, TikTok oder LinkedIn profitieren davon nicht. Für sie brauchst du deren eigene Server-Schnittstellen.
Laut Analysen zu Safari 27 könnte Apple künftig auch Weiterleitungen über First-Party-Subdomains genauer prüfen. Offiziell bestätigt ist das nicht.